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Formulierung des Indikators

Durchschnittlicher [Auswahl: monatlicher / jährlicher] Umsatz von [Zielgruppe angeben]

Indikator Zweck

Dieser Indikator misst den durchschnittlichen Geldbetrag, den ein Einzelunternehmer oder ein Unternehmen aus seiner Geschäftstätigkeit – in erster Linie aus dem Verkauf von Waren oder Dienstleistungen – über einen bestimmten Zeitraum erzielt hat. Dieser Betrag wird gemeinhin als Umsatz oder Bruttoumsatz bezeichnet. Da die Ermittlung des Nettogewinns aufgrund von Problemen wie uneinheitlichen Aufwandsangaben oder unvollständigen Finanzunterlagen schwierig sein kann, wird der Umsatz häufig als primärer Indikator für das Unternehmenswachstum und die Unternehmensleistung herangezogen.

So erfassen und analysieren Sie die erforderlichen Daten

Ermitteln Sie den Wert des Indikators anhand der folgenden Methodik:

 

1) Bewerten Sie, inwieweit der Zielunternehmer Einzelunternehmer / Unternehmen in der Lage sind, verlässliche Daten über ihre Umsatzerlöse bereitzustellen. Unternehmen und größere Unternehmer in Ländern mit niedrigem Einkommen führen in der Regel Buchhaltung und sollten keine Probleme haben, ihre Umsätze im jeweiligen Zeitraum anzugeben. Kleinere Produzenten und Dienstleister führen jedoch oft keine (genauen) Aufzeichnungen über ihre Einnahmen. In solchen Fällen sollten Sie, wenn Sie deren Umsätze ermitteln müssen, ihnen Schulungen und Coaching zur Buchführung anbieten, damit sie verlässliche Daten bereitstellen können.

Entscheidend ist vor allem, dass sie dazu motiviert sind – wenn Sie von ihnen verlangen, Umsätze systematisch zu erfassen, ohne dass sie darin einen (wesentlichen) Nutzen sehen, ist es unwahrscheinlich, dass sie dies korrekt (oder überhaupt) tun werden. Der Zeitraum, der für Ihre Überwachungs-, Bewertungs- und Lernzwecke von Interesse ist (z. B. der Jahresumsatz), kann sich von dem Zeitraum unterscheiden, der für das Unternehmen am nützlichsten ist (z. B. der Monatsumsatz). Wir empfehlen, dass die Buchhaltungsschulungen in erster Linie auf die Bedürfnisse des Unternehmens zugeschnitten sind und dass die Pläne zur Datenerhebung und -analyse dies berücksichtigen.

 

 

2) Legen Sie den Berichtszeitraum fest (z. B. Umsatz der letzten 3 Monate). Berücksichtigen Sie dabei Folgendes:

   i) Saisonalität: Die Einnahmen vieler Verkäufer und Dienstleister können erheblichen saisonalen Schwankungen unterliegen – beispielsweise verzeichnen Verkäufer von landwirtschaftlichen Betriebsmitteln in den Monaten vor (und während) der Anbausaison wahrscheinlich sehr hohe Umsätze, während ihre Einnahmen in den übrigen Monaten zurückgehen können. Das bedeutet, dass Sie Folgendes beachten müssen:

   - Beachten Sie, dass die Wahl des Berichtszeitraums Einfluss auf die von Ihnen erhobenen Daten hat

   - Stellen Sie sicher, dass Ihre Daten zur Ausgangs- und Endsituation für genau denselben Berichtszeitraum erhoben werden; andernfalls vergleichen Sie zwei Datensätze, die nicht miteinander vergleichbar sind (z. B. Umsätze in der „Hochsaison“ und in der „Nebensaison“).

  ii) Die Fähigkeit der Hersteller/Dienstleister, Daten für den erforderlichen Berichtszeitraum bereitzustellen. Sind Kleinstunternehmen beispielsweise bereit und in der Lage, über einen Zeitraum von 12 Monaten genaue Aufzeichnungen zu führen? Im Idealfall würden diese Akteure den Wert des Aufzeichnungsprozesses an sich erkennen und die Aufzeichnungen als für ihr Unternehmen von grundlegender Bedeutung betrachten.

 

 

3) Erheben Sie die erforderlichen Daten, indem Sie die Unterlagen der betreffenden Unternehmen prüfen. Wenn Sie nur eine geringe Anzahl von Unternehmen unterstützt haben, können Sie die erforderlichen Daten von allen diesen Unternehmen erheben. Andernfalls greifen Sie auf eine repräsentative Stichprobe der unterstützten Unternehmen zurück.

Sollten die Unternehmen von einer Systemänderung profitieren, die von Ihrer Organisation initiiert, aber von einem Projektpartner umgesetzt wurde, versuchen Sie, vom jeweiligen Partner eine Liste der unterstützten Unternehmen zu erhalten (wenn beispielsweise ein Finanzinstitut ein neues, auf Landwirte in abgelegenen Gebieten zugeschnittenes Produkt auf den Markt bringt, sollte es über eine Liste der Unternehmen verfügen, die dieses Produkt genutzt haben).

 

 

4) Summieren Sie den Umsatz der befragten Einzelunternehmer /Unternehmen.

 

 

5) Um den Wert des Indikators zu berechnen, dividieren Sie den Gesamtumsatz durch die Anzahl der befragten Einzelunternehmer bzw. Unternehmen.

Aufschlüsseln nach

Schlüsseln Sie die Daten nach der Art der Geschäftstätigkeit der Einzelunternehmer /Unternehmen, nach Geschlecht (sofern Einzelunternehmer erfasst werden) und nach der Dauer der Berufserfahrung auf.

Wichtige Hinweise

1) Wenn Sie sich für den Gesamtumsatz der geförderten Einzelunternehmer bzw. Unternehmen interessieren, können Sie dieselbe Vorgehensweise anwenden, dabei jedoch den letzten Schritt überspringen.

 

2) Eine ähnliche Methodik lässt sich auch zur Ermittlung des finanziellen Werts der Umsätze eines bestimmten Produkts bzw. einer bestimmten Dienstleistung anwenden. Wenn Sie daran interessiert sind, können Sie den Indikator wie folgt umformulieren: durchschnittlicher Umsatz, der von [Zielgruppen angeben] durch den Verkauf des [Produkt/Dienstleistung angeben] in den vergangenen [Zeitraum angeben] erzielt wurde. Zur Berechnung des Werts:

   - Multiplizieren Sie für jeden Verkäufer bzw. Dienstleister die Gesamtzahl der verkauften Produkte bzw. erbrachten Dienstleistungen mit dem von ihm berechneten Stückpreis.

   - die Umsätze der einzelnen Verkäufer bzw. Dienstleister für das jeweilige Produkt bzw. die jeweiligen Dienstleistungen zusammenzählen

   - durch die Anzahl der befragten Verkäufer/Dienstleister dividieren, die das Produkt/die Dienstleistung anbieten

 

3) Seien Sie sich bewusst, dass manche Personen bzw. Unternehmen möglicherweise zögern, Ihnen Informationen über ihre Umsätze mitzuteilen ( aufgrund mangelnden Vertrauens, steuerlicher Bedenken, der Sorge, dass Wettbewerber davon erfahren könnten, usw.). Bevor Sie sich für die Verwendung dieses Indikators entscheiden, prüfen Sie, ob die Betroffenen bereit sein dürften, die Daten an Sie weiterzugeben. Stellen Sie sicher, dass die Datenerheber den Verkäufern klar erklären, dass ihre Umsatzdaten vertraulich behandelt und nicht weitergegeben werden (falls Sie eine direkte Zusammenarbeit mit den Unternehmen planen, sollten Sie erwägen, dies in Ihre Absichtserklärung bzw. Vereinbarung mit ihnen aufzunehmen). 

Dieser Leitfaden wurde von „People in Need “ erstellt (unter Mitwirkung von Farm Africa) ©
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