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Formulierung des Indikators
Indikator Zweck
So erfassen und analysieren Sie die erforderlichen Daten
Erheben Sie die folgenden Daten durch Einzelinterviews mit einer repräsentativen Stichprobe der Hilfsempfänger:
EMPFOHLENE UMFRAGEFRAGEN (F) UND MÖGLICHE ANTWORTEN (A)
Frage 1: Gab es in Ihrem Haushalt Spannungen oder Konflikte im Zusammenhang mit dem Erhalt oder der Inanspruchnahme von [ Hilfeart angeben]?
A1: Ja / Nein / Keine Angabe
Frage 2: Haben Sie in Ihrer Wohngegend Spannungen oder Konflikte erlebt, die damit zusammenhängen, dass Sie [Hilfe angeben] erhalten oder in Anspruch nehmen?
A2: Ja / Nein / Keine Angabe
Um den Wert des Indikators zu berechnen, dividieren Sie die Anzahl der Befragten, bei denen keine Spannungen oder Konflikte (weder zu Hause noch in ihrem Wohnort) aufgetreten sind, durch die Gesamtzahl der befragten Personen (ohne diejenigen, die keine Antwort gegeben haben). Multiplizieren Sie das Ergebnis mit 100, um es in einen Prozentsatz umzurechnen.
Aufschlüsseln nach
Schlüsseln Sie die Daten nach Geschlecht, Altersgruppe, Menschen mit Behinderung und danach auf, ob die Spannungen bzw. Konflikte zu Hause oder in der Gemeinschaft erlebt wurden (bzw. nicht).
Wichtige Hinweise
1) Achten Sie bei der Übersetzung der Begriffe „Spannungen oder Konflikte“ darauf, dass deutlich wird, dass diese sowohl auf körperlicher und emotionaler/psychologischer Ebene als auch auf verbaler Ebene auftreten können.
2) Geben Sie nicht nur den Indikatorwert an, sondern berichten Sie auch gesondert über den prozentualen Anteil der Personen, bei denen es a) zu Hause und b) in der Gemeinschaft zu keinen Konflikten gekommen ist.
3) Wenn Sie Hilfsgüterverteilungen in mehreren Phasen (oder an mehreren Orten) durchführen, warten Sie mit den Befragungen nicht, bis alle Verteilungen abgeschlossen sind. Wenn Sie unmittelbar nach der ersten Phase bzw. am ersten Ort mit der Nachbeobachtung beginnen, können Sie potenzielle Probleme erkennen und diese bei den verbleibenden Verteilungen bzw. Aktivitäten angehen.
4) Sind die Empfänger der Hilfe überwiegend Männer (als Haushaltsvorstände), ist es wichtig, dass eine solche Befragung auch unter den weiblichen Haushaltsmitgliedern durchgeführt wird. Dies kann entweder durch eine repräsentativen Umfragedesigns oder durch die Durchführung (ressourcenschonenderer) Tiefeninterviews und Fokusgruppendiskussionen mit zufällig ausgewählten weiblichen Verwandten der Hilfsempfänger.
5) Erwägen Sie, die Ergebnisse mit den Angaben anderer Beteiligter abzugleichen, die möglicherweise Konflikte erlebt haben, wie beispielsweise lokale Behörden, Verkäufer oder Nichtbegünstigte.
6) In manchen Kontexten können Erheber auf Personen stoßen, die im Zusammenhang mit dem Zugang zu oder der Inanspruchnahme der bereitgestellten Hilfe körperliche oder sexuelle Gewalt erlebt haben. Die Erhebung von Informationen über solche Vorfälle ist ein sensibles Thema und birgt Risiken sowohl für die Befragten als auch für die Erheber.Nutzen Sie den „Rapid Guideto Collecting Survey Data on GBV“ (siehe unten)von IndiKit,um zu erfahren, wie Sie das Risiko von Schäden minimieren und die gewünschte Qualität der erhobenen Daten sicherstellen können.
7) Es ist wichtig, dass die Interviewer ein einheitliches und korrektes Verständnis davon haben, was unter „Spannungen“ und „Konflikten“ zu verstehen ist, und dass sie dies den Befragten bei Bedarf erläutern können. Dies muss auf klare und neutrale Weise geschehen, damit die Antwort des Befragten nicht beeinflusst wird.
Weitere Hinweise abrufen
- People in Need (2022) Kurzanleitung zur Erhebung von Umfragedaten zu geschlechtsspezifischer Gewalt (.pdf)